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Apex Spine Center

„Dank einer neuen OP-Methode

darf ich wieder fliegen“

Sie war eine der ersten Frauen im Cockpit. Seit 23 Jahren steuert Flugkapitänin Nicole Ehrenschneider (53) mit ihrem zweistrahligen Mittelstrecken-Jet Ziele in ganz Europa an. „Ich habe den schönsten Beruf, den ich mir vorstellen kann“, lacht die Frau mit den vier Streifen auf der Schulter.

Doch vor einem Jahr war es für die begeisterte Pilotin beinahe vorbei mit dem Fliegen. Brutale Schmerzen in der Hüfte und im Bein machten ihr jeden Schritt zur Hölle: Bandscheibenvorfall! Eine Katastrophe für jeden Flugzeugführer.

 

Als Nicole Ehrenschneider nach einem Flug nach Norwegen mehrere Minuten brauchte, um aus ihrem Pilotensitz aufzustehen, meldete sie sich krank: „Da merkte ich, dass mein Bein langsam taub wurde. Damit durfte ich auf keinen Fall mehr fliegen.“ Jetzt kamen auch schlimme Rückenschmerzen dazu. Nachts fand die Pilotin kaum noch Schlaf, tagsüber konnte sie sich nicht mehr richtig bewegen. „Es folgten nicht weniger als 84 Behandlungen mit Fango und 30 Mal Physiotherapie. Vier Monate nahm ich täglich starke Schmerzmittel. Doch nichts half. Ich hatte Angst, als Pilotin dauerhaft arbeitsunfähig zu werden und meinen Beruf aufgeben zu müssen.“

 

Heute sitzt Nicole Ehrenschneider wieder im Cockpit und hat absolut keine Schmerzen mehr. „Ich fühle mich topfit und könnte Bäume ausreißen“, strahlt sie. Ihr neues Leben verdankt sie der modernsten Operationstechnik, die es derzeit für die Wirbelsäule gibt. Der Münchner Orthopäde Dr. Michael Schubert entfernte den Vorfall mit einem so genannten Spinescope: „Damit können wir jeden Patienten so effektiv und gleichzeitig so schonend wie möglich behandeln. Wir führen ein Endoskop mit einer Mini-Videokamera an der Spitze ein. Dazu ist nur ein einziger, sieben Millimeter kleiner Einstich nötig. Die Videokamera überträgt laufend alle Bilder auf einen Monitor, so dass wir immer einen perfekten Blick in das Innere der Wirbelsäule haben.“ Vorteil der Methode: Bei einer offenen Operation hat der Chirurg zwar eine gute Sicht, muss aber viel Gewebe ab- und durchtrennen, wodurch der Patient später oft noch Schmerzen hat. Bei herkömmlichen minimal-invasiven Verfahren wird das Gewebe zwar geschont, aber die Sicht ist nicht optimal. Die endoskopische Technik vereint beide Vorteile in sich. Die Erfolgsquote liegt bei über 95 Prozent. Die gesetzlichen Kassen übernehmen zumindest einen großen Teil der Kosten.

 

Schon über 8.000 Patienten hat Dr. Schubert so operiert. „Wir führen das Endoskop im Gegensatz zu vielen anderen Kliniken von der Seite her in die Wirbelsäule ein. Das ist zwar technisch schwieriger, so dass der Chirurg viel Erfahrung benötigt. Dafür ist die Technik aber viel sicherer und schonender für den Patienten. Denn wir umgehen das Wirbelsäulenband, das die Nerven schützt. Bei unserer Technik reicht sogar eine örtliche Betäubung, weil die Schmerzen geringer sind als bei einer Zahnbehandlung.“

Der Erfolg gibt Dr. Schubert recht.

 

Nicole Ehrenschneider war nach dem Eingriff völlig überrascht: „Ich musste nur zwei Tage in der Klinik bleiben und konnte danach im Auto selbst wieder nach Hause fahren. Nur wenige Stunden nach der OP, als die Betäubungsspritze nachließ, waren meine Schmerzen weg. Das hätte ich nicht erwartet.“ Nach fünf Wochen dann die Untersuchung beim Fliegerarzt. Er drehte und bog die Wirbelsäule der Pilotin in alle Richtungen. Dann das erlösende Urteil: „Sie sind wieder flugtauglich.“ Nicole Ehrenschneider fiel ein Stein vom Herzen: „Endlich kann ich wieder in meinem Traumberuf arbeiten.“

Mit Vertrauen und Kompetenz

den Rücken Stärken

Dr. Michael Schubert

Orthopädie

Christian Wagner

Wirbelsäulendiagnostik

Dr. Armin Helmbrecht

Neurochirurg

Dr. Christian Schultz

Unfallchirurg

Fotos: Apex & ATOS